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Bericht über die Deutsche Gehörlosen Bowlingmeisterschaft 2009 in Frankfurt

Viele Überraschungen bei den DG-Bowlingmeisterschaften

15 deutsche Vereine kamen zu der diesjährigen Deutschen Bowlingmeisterschaft
welche vom 23.04. bis 25.04.2009 in Frankfurt stattfanden. Diese Vereine meldeten
insgesamt 122 Sportler/innen an. Leider wurde mein Stellvertreter an der Mitarbeit
verhindert und ich musste wieder einmal mehr arbeiteten, hatte dadurch zu meiner
Arbeit eine zusätzliche Belastung. Der GSV Gießen hatte den Mut an der
Meisterschaft mitzuwirken und brachte viele Ehrenpreise mit. Auch dafür ein großes
Dankeschön für die Mithilfe des GSV Gießen, insbesondere der Spartenleitung. Die
Meisterschaft verlief ohne große Probleme. Es wurden insgesamt sehr gute Bahnen
zur Verfügung gestellt auf denen viele neue Bahnrekorde aufgestellt wurden. Eine
gute Überraschung war, dass der GSV Braunschweig 6 Jugendliche mitgebracht
hatte, hinzu kam ein neuer Bowlingverein aus Ludwigsburg. Am Festabend kamen
auch sehr viele Besucher. Auf dem Festabend wurde auch ein kleines Theaterstück
vorgeführt und der Abend verlief harmonisch.

Tag der Einzelkämpfe

Der 1. Tag war nur für die Einzelwettkämpfe vorgesehen. In diesem Jahr nahmen 10
Jugend / Junioren (männl. und weibl.) teil. Aus Braunschweig kamen die 2 jüngsten
Teilnehmer/innen welche 10 Jahre alt waren, dies ist vom Alter her ein neuer Rekord.
Bei der Jugend waren Stefanie Kühn, sowie auch ihre Schwester Melanie in der
Juniorenklasse dabei und beide belegten den 1. Platz, siehe dazu mehr in der
Ergebnisliste.

Auf diesen Nachwuchs kann die Sparte Bowling sehr stolz sein. Meister wurde K.
Pleus-Volckmann vor N. Braik-Bicokoglu. Bei den Junioren gewann der Stuttgarter
T. Wildenhayn Gold und zweite wurde M. Hollwarth. Seine Leistungen sind in den
Jahren immer mehr gestiegen.

Holger Vetter (GBKSV Stuttgart) ist ein sehr guter Vorzeige-Spieler, kein Wunder,
denn seine Leistung ist nach wie vor sehr gut und wurde zum ersten Mal Deutscher
Meister im Einzel mit 1380 Pins (der Durchschnitt betrug 230 Pins). Den zweiten
Platz errang Helmut Daschmann vom GSV Gießen mit 1318 Pins. Guido Schneider
aus GSV Berlin wurde dritter mit 1300 Pins.

Bei den Damen gab es eine riesige Überraschung! Dagmar Becker-Daschmann vom
GBKSV Stuttgart wurde Deutsche Meisterin mit 1203 Pins (der Durchschnitt betrug
203 Pins), ganz knapp vor Manuela Wilczynski (HgSV Potsdam) mit 1165 Pins und
Melanie Klinke (GSV München) mit 1131 Pins.

Bei den Seniorinnen belegte Marina Klinke vom GSV München den 1. Platz und
wurde Deutsche Meisterin mit 1037 Pins, zweite wurde E. Braig (GSC
Ludwigsburg) mit 955 Pins und dritte wurde A. Brozych (GSV Kassel) mit 928 Pins.
Eine große Überraschung gab es bei den Senioren. H. Modest (auch vom GSV
Gießen) wurde Deutscher Meister mit 1126 Pins, zweiter wurde R. Wagner (GSKg
Mannheim) mit 1114 Pins und dritter wurde A. Wilczynski (GSV Berlin) mit einer
schönen „Schnapszahl“ mit 1111 Pins.

Tag der Trio-Kämpfe „NEU“

Dies ist ein neues Verfahren indem 2 Herren und eine Dame spielen. Bei den Trio‘s
belegten H. Ostrog, K. Lindemann (beide vom GSV Berlin) und M. Wilczynski
(HgSV Potsdam) den 1. Platz und wurden Deutscher Meister mit 1879 Pins (Ø 207
Pins), zweiter wurden U. Stoll, D. Becker-Daschmann (beide vom GBKSV Stuttgart)
und H. Daschmann (GSV Gießen) mit 1867 Pins. Dritter wurden Me. Kühn, Ra.
Kühn und H. Krämer (alle vom GSKg Mannheim) mit 1785 Pins.

2. Tag : Doppelwettkämpfe

Die Doppelwettkämpfe wurden auch bei den Jugendlichen und den Junioren (beide
Geschlechter) durchgeführt, mehr dazu in der Ergebnisliste.

Bei den Senioren-Doppel wurde neuer Deutscher Meister G. Schudt mit H. Modest
vom GSV Gießen mit 2247 Pins, zweiter wurde R. Wagner und K. Effler vom GSKg
Mannheim mit 2239 Pins und dritter H.R. Graap mit W. Schulz vom GSV Wuppertal
mit 2126 Pins.

Am Start waren 17 Doppelspielerinnen. D. Becker-Daschmann mit P. Stoll (beide
vom GBKSV Stuttgart) belegten den 1. Platz wurden Deutsche Meisterinnen mit
2231 Pins, zweiter wurden C. Wentzel mit N. Klever (beide vom GSV Wuppertal)
mit 2140 Pins und dritter wurden Re. Kühn und Me. Kühn (beide vom GSKg
Mannheim) mit 2120 Pins.

Bei den Herren war es genauso spannend wie bei den Damen. Es waren 26
Doppelspieler am Start. Das war gar nicht einfach. Die Spannung war
vorprogrammiert. Das Stuttgarter Duo (H. Vetter / S. Wildenhayn) holte Gold mit
2588 Pins, einem fürchterlichem hohen Vorsprung mit über 132 Pins auf die
Gießener H. Daschmann mit T. Kilsbach dem Vizemeister mit 2456 Pins, den 3. Platz
belegte das Berliner Duo (H. Ostrog / K. Lindemann) mit 2452 Pins.
Einen neuen Bahnrekord per Serie hat Helmut Daschmann aus Gießen mit allen
Stricks schaffte er 300 Pins. Eine „Super“ Leistung!

3.Tag: Mannschaftswettkämpfe

Nun zum Kampf der Giganten bei den Damen (Mannheim-München-Stuttgart-
Potsdam) und bei den Herren (Stuttgart-Gießen-Berlin-Mannheim). 8 Damen- und 13
Herrentraten als Team an. Es war ein sehr schöner Kampf bei allen Mannschaften.
Jede Mannschaft kämpfte verbissen um Medaillen und alle zeigten ihr Können und
bewiesen Teamgeist. Das ist zum Schluß immer das Schönste beim Kampf um die
Bowlingkrone.

Bei den Damen spielten im Finale die 4 stärksten Mannschaften gegeneinander. Das
ganze zerrte an die Nerven und man brauchte eine geballte Ladung an Ausdauer. Die
Potsdamerinnen siegten mit über 4 Pins mehr als die Stuttgarterinnen. Den 3. Platz
belegte der GSV München. Nur ganz knapp verpassten die Mannheimerinnen die
Bronzemedaille, sie hatten nur 31 Pins weniger.

1. HgSV Potsdam 3040 Pins
2. GBKSV Stuttgart 3036 Pins
3. GSV München 3025 Pins
4. GSKg Mannheim 2989 Pins
5. GSC Paderborn 2859 Pins
6. GSV Braunschweig 2816 Pins
7. GSV Wuppertal 2750 Pins
8. GSC Ludwigsburg 2597 Pins

Bei den Männern begannen die Stuttgarter sofort mit dem Angriff auf Goldspur und
blieben bis zum letzten Frame auf Platz 1. Sie wurden verdient Deutscher Bowling
Meister.

Spannende Dreikämpfe um Silber und Bronze lieferten sich die Mannheimer,
Berliner und die Gießener. Zum Schluss gab es riesige Aufholjagd von den
Mannheimern und Stuttgartern. Die Stuttgarter hatten einfach Glück in den 1 bis 6
Serien. Sie hatten sich zuvor ein gutes Polster erspielt.

1. GBKSV Stuttgart 5810 Pins
2. GSKg Mannheim 5771 Pins
3. GSV Berlin 5650 Pins
4. GSV Gießen 5553 Pins
5. GSV München 5221 Pins
6. GSC Ludwigsburg 5151 Pins
7. GSC Paderborn 5096 Pins
8. GSV Wuppertal 5086 Pins
9. GSV Freiburg 4639 Pins
10. GSV Neuwied 4421 Pins
11. GSV Braunschweig 4245 Pins
13. GSC Bodensee 4038 Pins

All-Event

Alle 21 Spiele wurden zusammen bewertet. Champion bei den Herren wurde zum
ersten Mal der Stuttgarter Simon Wildenhayn mit seinen durchschnittlichen 219 Pins.
Königin der Spiele wurde die Stuttgarterin Dagmar Becker-Daschmann mit ihren
durchschnittlichen 201 Pins.

1. Dagmar Becker-Daschmann mit 4226 Pins
2. Melanie Klinke mit 4034 Pins
3. Manuela Wilczynski mit 3953 Pins
1. Simon Wildenhayn mit 4596 Pins
2. Helmut Daschmann mit 4588 Pins
3. Holger Vetter mit 4443 Pins

Die nächste Deutsche Bowling-Meisterschaft findet vom 22.04. bis 24.04.2010 in
Bamberg. Über eine große Teilnahme würden wir uns sehr freuen.

Mannheim, 30.04.2009
Rainer Kühn (Verbandsfachwart)


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